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Gar nicht ekelige blutsaugende Helferlein

Wer uns näher kennt, weiß das wir schon eine gefühlte Ewigkeit mit Joachim`s Pferd Corado herum doktoren. Angefangen hat alles mit einer extrem dicken Schlauchtasche, gefolgt von Ödemen am Bauch, geschollenen Hinterbeinen und zum Schluß kam nun auch noch eine Sehnenverletzung am Vorderbein hinzu.

Mit unserer Tierärztin haben wir sowohl die konventionellen Mittel als auch Alternativen probiert. Ich habe mir zeigen lassen wir man eine Lymphdrainage macht und habe Abende mit dem armen Corado im Stall gestanden und diesen massiert.

 

Geholfen hat alles ein bisschen aber nichts wirklich richtig. Er musste sogar eine Schlauchtaschenwäsche unter Sedierung über sich ergehen lassen.

 

Nun haben wir das Glück, dass auf dem Hundeplatz in Langenhagen eine der Trainerinnen eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin macht.

 

Ich hatte Anja schon ein wenig über den Werdegang auf dem Laufenden gehalten und wir hatten über die Möglichkeit des Einsatzes von Blutegeln gesprochen. Nun war es also an der Zeit, dass Anja uns einen Besuch abstattet, damit wir wenigstens die Sehenverletzung behandeln und somit auch gewährleisten können, das wir das Pferd für bessere Lymhtätigkeit bewegen können.

Im Gepäck hatte sie 10 kleine Würmer in ihrem "Haus". Sie erklärte uns die Vorgehensweise und wirkweise von den Blutegeln und gab sich wahnsinnig viel Mühe mit ihren Ausführungen und Erklärungen. Nicht nur zum Thema Blutegel, nein auch in der Thematik „Schüssler Salze“, „Bachblüten“ etc.

 

Ganz geduldig versuchte sie die Burschen zum beißen zu überreden, diese ließen sich aber bitten.

Erst als Anja einen "Trichter" für die Egel formte konnte sich endlich einer entschließen zu beißen. Soviel zu den ganzen Ammenmärchen!

Nach weiteren unzähligen Versuchen und gutem Zureden, ließen sich auch weitere drei Egel dann nach und nach überzeugen. Woran es gelegen hat? Kann sein, das die doch sensiblen und empfindlichen Egel auf die Medikamente von Corado reagierten und deshalb nicht beißen wollten. Außerdem bevorzugten sie nicht die direkte Stelle, sondern wollten alle nur am Fesselkopf beißen.

Ein wenig froh, dass Anjas Besuch doch nicht vergebens war, ließen wir sie gewähren. Der eigentliche Vorgang dauert dann nochmal 30 Minuten, bis die Egel von alleine abfallen. Wie Anja uns erklärte gehört ein nachbluten zum Prozedere dazu. Zum Schluß hat Anja

Corados Bein vorsorglich leicht bandagiert, damit keine Keime eindringen können.

Mittlerweile sind ein paar Tage vergangen und was soll ich sagen? Die Verhärtungen sind weg, Corado drückt das Bein durch und er macht einen durchweg guten Eindruck.

 

Wir warten nun ein paar Tage und werden dann ein weiteres Mal egeln, vorausgesetzt die kleinen Kerle lassen sich auch diesmal überzeugen.

 

Dieses ist ein Weg den man auf jeden Fall weiter empfehlen kann und der uns endlich geholfen hat.

 

 

Ganz vielen lieben Dank an Anja Wüstefeld für deine Geduld, Mühe, unzähligen Tipps und Erklärungen. Ich hoffe wir werden sie alle beherzigen können!

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